Wettbewerb in Kooperation mit Ecpat

Kinderschutz gehört dazu!   Immer mehr touristische Unternehmen kooperieren mit der internationalen Kinderschutzorganisation Ecpat. Rund 1.000 Firmen haben bereits den Code of Conduct unterzeichnet.


So sehen Sieger aus!

Plakatwettbewerb zum »Earth Guest Day« 2011. Ein engagiertes Projekt der Freien Hochschule für Grafik-Design & Bildende Kunst e.V. im Fach Text-Bildkompostion 3. Semester, Dozent Wolfgang Wick.

Die ACCOR Hotellerie Deutschland GmbH schrieb in Zusammenarbeit mit der Kinderschutzorganisation ECPAT Deutschland einen Plakatwettbewerb zum Thema »Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung in der Tourismusbranche« aus. Für dieses, spannende  Projekt engagierten sich elf Studenten des dritten Semesters. Sie gestalteten Plakate mit kreativen Lösungen gegen Kindersextourismus mit dem Ziel, an der von den ACCOR-Hotels angestrebten Ausstellung im Rahmen des Earth Guest Day 2011 im Hotel Pullmann in Berlin teilzunehmen.

Zur Tehmeneinführung stellte Mechtild Maurer eindringlich Ecpat und das Thema der sexuellen Ausbeutung von Kindern vor. Jeder Studierende entschied sich für zwei Plakate.

Am 14. Januar 2011 begrüßten wir die sechsköpfige Jury mit einem kleinen Frühstück in unserer Hochschule. Die dann folgenden Einzelpräsentationen wren für alle Studierenden eine aufregende Situation.

Die Einladung zum Mittagessen  in das Mercure Hotel am Münster nutzten allle zum Erfahrungsaustausch.

Asena Asenova, Dominik Breuer, Elena Nikitin und Christine Miller  wurden als Sieger von der Jury bekannt gegeben. Die Siegerplakate wurden beim Earth Guest Day am 21. April 2011 in Berlin gekürt. Es waren die Entwürfe von Asena Dimitrova Asenova, Dominik Breuer, Christine Miller und Elena Nikitin. Insgesamt wurden fünf Plakate und acht Portkarten produziert, welche an 300 ACCOR-Hotels in ganz Deutschland zur Öffentlichkeitsarbeit verschickt wurden.

 

taz Berlin, 26.4.2011 ein Artikel von Edith Kresta

Kinderschutz gehört dazu!

Immer mehr touristische Unternehmen kooperieren mit der internationalen Kinderschutzorganisation Ecpat. Rund 1.000 Firmen haben bereits den Code of Conduct unterzeichnet.

BERLIN taz | Ein Kinderhöschen im Sand, ein zerschundenes Kindergesicht in verschiedenen Positionen abgelichtet wie auf einem Fahndungsplakat, eine schwarze große Hand, die bedrohlich nach einem Kind greift - mit Plakaten gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern präsentiert das Berliner Accor Hotel Schweizerhof das Engagement der Gruppe gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern weltweit.

Die Plakate entstanden im Rahmen eines von der Accor-Gruppe und der Kinderschutzorganisation Ecpat geförderten Wettbewerbs an der Hochschule für Grafik und Design in Freiburg.

"Als führender Hotelbetreiber weltweit ist sich Accor seiner großen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bewusst. Der Schutz unserer Kinder ist fest im Nachhaltigkeitsprogramm von Accor verankert und somit wesentlicher Bestandteil der Unternehmensphilosophie", sagt Peter Verhoeven, Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Unterzeichnung des Code of Conducts.

Damit verpflichtet sich der Hotelbetreiber auch, MitarbeiterInnen zu schulen, Leistungsträger durch eine Zusatzklausel zur Einhaltung der Kinderrechte aufzufordern, Gäste aufzuklären und jährlich Berichte abzuliefern.

"Wir sehen, dass es vorangeht", sagt Mechthild Maurer, Geschäftsführerin von Ecpat Deutschland - ein Mitglied von Ecpat International (End Child Prostitution, Pornography and Trafficking of Children for Sexual Purposes), der internationalen Kinderrechtsorganisation mit Sitz in Bangkok.

"Bei den Reiseunternehmen hat es einen Riesenruck gegeben", weiß Maurer, weil es inzwischen doch sehr viele sind, die mitmachen, und da will keiner abseits stehen."

Im März hat die Internationale Tourismusbörse in Berlin den Verhaltenskodex unterzeichnet. Die Teilnahme der weltgrößten Tourismusmesse bietet eine breite Öffentlichkeit - weltweit.

In Deutschland haben bereits rund 1.000 touristische Unternehmen, Touristikverbände und Hotelketten - hauptsächlich als Mitglieder des Deutschen Reiseverbandes (DRV) - unterzeichnet.

"So langsam sind die Unternehmen auch bereit, mehr Engagement, mehr finanzielle Unterstützung zu leisten. Das Thema hat Konjunktur, man will nun bei uns mitmachen. Früher mussten wir uns dafür die Hacken ablaufen."

Unterstützung erfährt Ecpat zurzeit auch dadurch, dass sexuelle Gewalt gegen Kinder in Institutionen und Familien hierzulande gerade breit diskutiert wird.

"Die Leute erkennen, dass die Täter auch Reisende sind, die sich weit weg Kinder suchen", sagt Maurer. "Dieses Bewusstsein setzt sich immer mehr durch."

www.facebook.com/ecpatwww.ecpat.dehttp://tourism-insider.com/2011/04/accor-engagiert-sich-fur-den-schutz-der-k



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